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(Bayerische Amateur Kickbox Union e.V.) |
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Estonia Open 2010
Der Saisonauftakt konnte für Dominik Dellermann vom KBC Höchstadt nicht besser laufen. Er sicherte sich im Vollkontakt bei den Herren in der Klasse -71 kg bei den Estonia Open in Tallinn / Estland den ersten Platz. Ca. 150 Kämpfer aus Lettland, Finnland, Estland, Russland, Litauen, Norwegen und die beiden Höchstadter als einzige Vertreter aus Deutschland waren nach Tallinn gekommen. Das Unternehmen begann für die Höchstadter jedoch schon mit Schwierigkeiten in Nürnberg. Der Flug nach Frankfurt war wegen der Wetterbedingungen gestrichen worden und so mussten Dominik und sein Trainer Werner Soßna mit dem Taxi nach Frankfurt fahren um den Anschlussflug nach Tallinn zu erreichen. In Frankfurt konnte die Maschine nach Tallinn dann ebenfalls wegen der Wetterbedingungen erst eine Stunde später abfliegen, so dass man verspätet in Tallinn ankam. Nachdem man die Koffer im Hotel untergebracht hatte ging es ohne diese auszupacken gleich in die Sporthalle zum offiziellen Wiegen. Hier war der kurze Fußweg vom Hotel zur Halle wieder einmal ein großer Vorteil. So kam man noch pünktlich vor dem Wiegeschluss in der Halle an. Beim Probewiegen brachte der Höchstadter dann 800 Gramm zuviel auf die Waage und musste noch eine kurze Trainingseinheit absolvieren um das geforderte Gewicht von 71 kg zu bringen. Dies schaffte er beim Nachwiegen dann auch. Nach so viel Stress konnten er und sein Coach den Abend bei einem Essen im Steakhaus das in der Nähe des Hotels lag in Ruhe ausklingen lassen. Am nächsten Morgen ging es in die Halle und man konnte die Wettkampflisten einsehen. An diesem Tag musste Dominik gleich früh in den Ring. Sein Kampf war der zweite Kampf des Tages und sein Gegner Joni Kurkimäki kam aus Finnland. Dieser war technisch ebenfalls sehr stark und es entwickelte sich ein spannender Kampf. Im Verlauf der zweiten und dritten Runde machte sich dann jedoch die größere Schlaghärte (an der man in den letzten Wochen gearbeitet hat) und bessere Technik des TSV Kämpfers immer mehr bemerkbar. Während seinem gegenüber in der letzten Runde etwas die Luft ausging konnte Dominik noch zulegen. So siegte er klar mit 3:0 Kampfrichterstimmen und zog ins Halbfinale ein. Hier traf er auf Riko Mutik aus Estland. Dieser war von der Härte her stärker als der Finne, kämpfte jedoch unsauber und traf Dominik mit dem Knie am Oberschenkel und versetzte ihn auch Tritte zur Wade, was nach den Regeln nicht erlaubt war. Der Höchstadter ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Er hatte es wegen der unsauberen Art seines Gegenübers zwar schwerer, kam damit aber immer besser klar, je länger der Kampf dauerte. Er traf nun wesentlich öfter und härter und zog mit einem weiteren 3:0 Urteil ins Finale ein. Nach diesem Kampf nahmen sich die Beiden erst einmal die Zeit für eine Stadtbesichtigung, bevor man sich die restlichen Kämpfe des Tages ansah. Am Abend standen ein Saunabesuch in der Hoteleigenen Sauna mit Ruheraum und Schwimmbecken sowie eine Massage auf dem Programm. Diese wurde im Hotel für die Gäste zu günstigen Preisen angeboten.
Die Finale wurden wieder am Sonntag ausgetragen. Hier brachte Dominik am Morgen beim Wiegen mit 70,9 kg das geforderte Gewicht. Sein Gegner Valerijs Mikalauskas aus Lettland hatte sich in seinen beiden Vorkämpfen am Samstag ebenfalls deutlich durchgesetzt. Schon hier zeigte sich, dass dieser über eine große Schlaghärte verfügte: Er war auch ein Stück größer als der Höchstadter, was diesem jedoch sogar immer lieber ist. So war die Marschroute der ersten Runde klar. Erst einmal gut bewegen, keinen langen Schlagabtausch suchen, Treffer vermeiden und dann selbst versuchen zu treffen. Leider gelang das nicht so wie gewollt und die erste Runde ging an den Letten. In der zweiten Runde versuchte nun Dominik den Kampf zu machen was ihm auch immer besser gelang. Er traf mit der Führhand ein ums andere Mal und auch die Kicks kamen jetzt besser. So konnte er die Runde ausgeglichen gestalten. In der dritten Runde kamen die Kicks des Höchstadters auch härter und noch präziser und im Gegensatz zu seinem Gegner der nun konditionelle Probleme hatte, konnte Dominik noch zulegen. So traf er in den letzten 30 Sekunden mit einigen Kicks zum Kopf und setzte mit guten Handkombinationen nach. Er konnte diese Runde zum Ende hin klar gewinnen. Nach Auswertung der drei Runden war das Ergebnis mehr als knapp. Ein Kampfrichter hatte Dominik mit einem Treffer vorne und die Beiden anderen nach Treffern ein unentschieden. Aufgrund der stärkeren Leistung von Dominik in der Schlussphase des Kampfes entschieden sich die Kampfrichter dann den Regeln entsprechend für den Höchstadter als Sieger: Somit siegte Dominik zwar knapp aber durchaus verdient auch im Finale mit 3:0 Kampfrichterstimmen und sicherte sich nach dem zweiten Platz im letzten Jahr nun in diesem Jahr den ersten Platz. Da bei diesem Turnier wieder starke Gegner anwesend waren versprachen die Höchstadter dem Veranstalter auch im nächsten Jahr wieder zu kommen um an dem gut organisierten Turnier teilzunehmen. Man hofft, dass dann vielleicht doch mehr Deutsche Kämpfer dieses Turnier wahrnehmen.
Mehr Bilder unter www.kbc-hoechstadt.de
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Autor: weso
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Artikel
vom 01.02.2010, 14:21 Uhr
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